Vom Tümpel ins Becken: Wie ich mein eigenes Lebendfutter draußen sammele
Es war ein Frühlingsnachmittag, als ich zum ersten Mal mit einem alten Käscher an den Dorfweiher ging. Ich hatte gelesen, dass man dort Kleinstlebewesen fangen kann, sogenanntes „Tümpelfutter“. Was ich nicht wusste: Es würde meine Zuchtpraxis grundlegend verändern. Heute nehme ich dich mit in die Welt des selbst gesammelten Lebendfutters – vom richtigen Tümpel über sicheres Sieben bis zum Einsatz im Zuchtaquarium. 1. Was ist Tümpelfutter? Unter „Tümpelfutter“ versteht man eine bunte Mischung aus: Daphnien (Wasserflöhe) Moina (kleinere Daphnienarten) Zyklops (Ruderfußkrebse) Muschelkrebse, Wasserflöhe, Rädertierchen Larven von Zuckmücken oder Eintagsfliegen Sie sind nährstoffreich, regen den Jagdinstinkt an – und sind natürlicher als jedes Frostfutter. 2. Der richtige Tümpel Ideal sind: kleine, sonnige Weiher oder Teiche ohne Fische stark verkrautete Uferzonen stehendes od...