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Die erste Woche nach dem Schlupf: So bringe ich meine Jungfische durch

Die ersten sieben Tage nach dem Schlupf sind entscheidend. Genau in dieser Phase entscheidet sich oft, ob du am Ende 50 gesunde Jungtiere großziehst – oder ob der Nachwuchs nach und nach verschwindet. Ich zeige dir heute, wie ich die heikelste Phase in der Fischzucht über die Jahre gemeistert habe. Mit System, Geduld – und manchmal auch mit einer Prise Improvisation. 1. Das richtige Aufzuchtbecken vorbereiten Für frisch geschlüpfte Jungfische gilt: weniger Reize, mehr Stabilität. Ich nutze bevorzugt: 10–20 l Becken, ohne Bodengrund Schwammfilter mit Luftheber (feinporig, nicht zu starker Durchfluss) 2–3 Lavasteine oder Javamoospolster als Mikrohabitat Seitlich abgedunkelt mit schwarzer Folie – reduziert Stress Wichtig: Das Wasser stammt vollständig aus dem Elternbecken – so bleibt die Bakterienflora stabil. 2. Temperatur und Beleuchtung konstant halten Ich halte die Temperatur meist 1–2 °C höher als im E...

Algen im Zuchtbecken: Feind oder geheimer Verbündeter?

Algen – der Albtraum jedes Aquarianers? Nicht unbedingt. In der Zuchtpraxis habe ich gelernt: Algen können lästig sein, ja. Aber sie sind nicht immer der Feind. Oft sogar das Gegenteil. In diesem Beitrag erzähle ich dir, wie ich mit Algen im Zuchtbecken umgehe, wann ich sie bewusst fördere – und wie ich zwischen „gut“ und „gefährlich“ unterscheide. 1. Warum Algen überhaupt entstehen Algen sind keine Panne – sie sind ein Zeichen: zu viel Licht zu viele Nährstoffe (v. a. Nitrat und Phosphat) unausgewogene Pflanzenkonkurrenz Ich sehe Algen nicht als Schmutz, sondern als Reaktion – und beobachte, welche Art sich wo bildet. 2. Welche Algen ich toleriere – und warum Grünalgen: bilden auf Steinen & Scheiben dünne Filme – Jungfische raspeln hier gerne Mikroorganismen ab Kieselalgen: bei neuen Becken, temporär – harmlos, oft nützlich für Garnelen und Schnecken Pinselalgen: auf Holz & Tech...

Vom Ei zum Fisch: Ein Tag im Leben meiner Zuchtstation

Jeder Tag beginnt mit einem Blick ins Wasser. Während andere ihren Kaffee aufsetzen, ziehe ich leise die Vorhänge zur Seite, schalte das Licht in meiner Zuchtstation ein – und bin für einen Moment einfach nur Beobachter. Heute gebe ich dir einen Einblick in meinen Tagesablauf als engagierter Hobby-Züchter. Kein Labor, keine industrielle Technik – aber Struktur, Erfahrung und viel Gefühl. 6:30 Uhr – Licht an, Leben erwacht Mit einer Zeitschaltuhr geht das Licht sanft an. Ich betrete den Raum, höre das leise Blubbern der Luftheberfilter, sehe erste Bewegungen: Flossen, die sich strecken, Garnelen, die aus Moos kriechen. Ich überprüfe alle Becken visuell: Verhalten, Fresslust, mögliche Verletzungen. Eine Stirnlampe hilft, auch die dunklen Ecken zu inspizieren. 7:00 Uhr – Erste Fütterung Jetzt wird es lebendig: Ich verfüttere frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen und Infusorien – je nach Altersstufe der Jungtiere. Dabei dosiere ich ...