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Die erste Woche nach dem Schlupf: So bringe ich meine Jungfische durch

Die ersten sieben Tage nach dem Schlupf sind entscheidend. Genau in dieser Phase entscheidet sich oft, ob du am Ende 50 gesunde Jungtiere großziehst – oder ob der Nachwuchs nach und nach verschwindet. Ich zeige dir heute, wie ich die heikelste Phase in der Fischzucht über die Jahre gemeistert habe. Mit System, Geduld – und manchmal auch mit einer Prise Improvisation. 1. Das richtige Aufzuchtbecken vorbereiten Für frisch geschlüpfte Jungfische gilt: weniger Reize, mehr Stabilität. Ich nutze bevorzugt: 10–20 l Becken, ohne Bodengrund Schwammfilter mit Luftheber (feinporig, nicht zu starker Durchfluss) 2–3 Lavasteine oder Javamoospolster als Mikrohabitat Seitlich abgedunkelt mit schwarzer Folie – reduziert Stress Wichtig: Das Wasser stammt vollständig aus dem Elternbecken – so bleibt die Bakterienflora stabil. 2. Temperatur und Beleuchtung konstant halten Ich halte die Temperatur meist 1–2 °C höher als im E...

Nachwuchs verhungert? Die Kunst der richtigen Erstfütterung

Das erste Futter entscheidet über Leben und Tod. Viele Züchter erleben es: Der Nachwuchs schlüpft – und verschwindet. Oft liegt es nicht an Wasser oder Genetik, sondern daran, dass die Kleinen schlicht verhungern. In diesem Beitrag erfährst du alles zur richtigen Erstfütterung – von der Wahl der Futtersorte über Zeitpunkte bis zur Futtermenge. Damit dein Nachwuchs nicht nur schlüpft, sondern auch gedeiht. 1. Warum sterben so viele Jungfische in den ersten Tagen? Weil sie kein geeignetes Futter finden. Viele Arten sind auf Mikroorganismen angewiesen, die in kargen Becken kaum vorhanden sind. Die wenigen Reserven nach dem Dottersack reichen nur 1–3 Tage. Ergebnis: Die Fische sterben mit vollem Bauch – an unverdaulicher Nahrung – oder mit leerem Bauch – aus Mangel an passender Größe. 2. Wann beginnt die Fütterung? Sobald der Dottersack weitgehend aufgenommen ist – oft am 2. oder 3. Lebenstag. Ich beginne dann mit Mikroinfusorien und übergehe s...

Die unterschätzte Rolle von Schnecken in Zuchtbecken

Schnecken – für viele nur ein lästiges Übel. Für mich: wertvolle Mitarbeiter im Zuchtbecken. Als ich mit der Fischzucht begann, entfernte ich Schnecken regelmäßig. Sie waren für mich Zeichen mangelnder Pflege, potenzielle Plagegeister. Heute sehe ich das ganz anders: Schnecken erfüllen in der Zucht wichtige Aufgaben. In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Arten besonders nützlich sind, wie du sie kontrollierst – und warum sie oft über Leben und Tod von Jungfischen entscheiden. 1. Was Schnecken wirklich leisten In Zuchtbecken übernehmen Schnecken mehrere wichtige Funktionen: Abbau von Futterresten: Schnecken verhindern Fäulnis durch nicht gefressenes Futter Biofilmregulation: Sie halten Glas und Wurzeln sauber, ohne Mikrofauna komplett zu vernichten Laubzersetzung: Besonders Turmdeckelschnecken helfen, Laub aufzubrechen Indikatorfunktion: Eine Schneckenexplosion? Dann fütterst du zu viel! Schnecken sind damit Hyg...