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Fütterungsfehler in der Zucht: 7 Dinge, die ich heute anders mache

Ich dachte immer: Viel hilft viel. Und gutes Futter bringt automatisch gute Nachzucht. Leider falsch gedacht. In meiner Anfangszeit habe ich viele Fehler bei der Fütterung gemacht – Überfütterung, falsche Futterarten, schlechte Rhythmen. Heute läuft es deutlich besser, weil ich sieben grundlegende Dinge geändert habe. Hier teile ich sie mit dir. 1. Futtermenge drastisch reduziert Der häufigste Anfängerfehler: zu viel Futter. Ich habe früher viermal täglich großzügig gefüttert – das Ergebnis war schlechte Wasserwerte und träge Tiere. Heute: lieber kleine Portionen, dafür gezielter. Ich füttere z. B. bei Apistogramma-Jungtieren: Morgens: ganz wenig fein gesiebte Artemia Nachmittags: Staubfutter Abends: gar nichts mehr Dadurch bleibt das Wasser stabil, und die Fische sind deutlich aktiver. 2. Immer das richtige Futter für die Entwicklungsphase Frisch geschlüpfte Larven → Mikroorganismen, Infusorien Tag 4–...

Futter live gezüchtet: So ziehst du deine eigene Artemia-Kultur auf

Artemia-Nauplien sind das Gold der Aufzucht. Sie sind energiereich, winzig, beweglich – und werden von fast allen Jungfischen gierig gefressen. Wer regelmäßig züchtet, kommt an einer eigenen Artemia-Kultur kaum vorbei. In diesem Blogpost zeige ich dir, wie du Artemia erfolgreich ansetzt, erntest und über viele Wochen stabil betreibst – ganz ohne teures Equipment. 1. Warum Artemia? Artemia-Nauplien haben viele Vorteile: hoher Proteingehalt (bis zu 60 %) optimale Größe für viele Arten (0,3–0,5 mm) extreme Reizwirkung auf Fressverhalten fördern Wachstum, Farben, Überlebensquote Ich setze Artemia meist ab dem 4. Lebenstag zu – sobald die Jungfische frei schwimmen und gezielt jagen. 2. Was du brauchst 1 leere PET-Flasche (1,5 L) Luftschlauch + Membranpumpe Meersalz (nicht jodiert) Artemia-Eier (z. B. aus dem Zoofachhandel oder online) Lichtquelle (z. B. Taschenlampe oder Fen...

Die Sache mit dem Futter: Warum Lebendfutter in der Zucht oft unterschätzt wird

„Du kannst keine gesunden Nachzuchten erwarten, wenn du deine Tiere mit Fast Food fütterst.“ Diesen Satz sagte ein alter Aquarianer zu mir – und ich habe ihn lange belächelt. Heute weiß ich: Er hatte recht. In der Zuchtpraxis ist die Fütterung oft der entscheidende Faktor. Und dabei ist Lebendfutter – ob Artemia, Mikrowürmchen oder Enchyträen – weit mehr als nur Ergänzung. Es ist Stimulus, Gesundheitsbooster und Aufzuchtsicherheit in einem. 1. Warum Trockenfutter nicht reicht Gutes Trockenfutter ist praktisch, hygienisch und nahrhaft. Es funktioniert hervorragend für die tägliche Grundversorgung. Doch bei der Zucht ist das nicht genug. Balzverhalten, Laichqualität und Jungfischentwicklung benötigen Impulse – und die liefert nur Lebendfutter: Bewegung: Lebendfutter regt den Jagdinstinkt an Frische: Es enthält aktive Enzyme, Mikroorganismen und Vitamine Akzeptanz: Selbst mäkelige Fresser nehmen Lebendfutter bereitwillig an ...